Reisen in Zeiten von Corona: Kulturschätze von daheim erkunden

Corona zwingt uns, zu Hause zu bleiben. Das bedeutet aber nicht, dass wir deshalb auf Reisen komplett verzichten müssen. Via Internet lassen sich immer mehr berühmte Kultur- und Naturinstitutionen virtuell erleben.

Eigentlich sollten wir gerade auf Urlaub sein. Wir hatten von Anfang bis Ende März eine Reise nach Thailand und Kambodscha gebucht. Wegen Corona mussten wir unseren Aufenthalt aber abbrechen und vorzeitig nach Österreich zurückkehren. Doch auch in der Isolation in den eigenen vier Wände sind Entdeckungstouren möglich. Hier ein paar Tipps:

# Vom Taj Mahal ins Bolshoi-Ballett und weiter zu CERN

Eine große Auswahl an virtuellen Destinationen bietet artsandculture.google.com. Hier könnt Ihr etwa Rundgänge durch das Reichsmuseum in Amsterdam, das Frida-Kahlo-Museum in Mexiko City oder das British Museum in London unternehmen. Die Ansicht ist gestochen scharf und mittels Cursor bewegt Ihr Euch nach Belieben in den Gebäuden. Wollt Ihr Euch Kunstwerke genauer ansehen, „geht“ Ihr einfach näher ran.

Mittels Google lassen sich aber auch Monumente wie das Taj Mahal in Agra, der Dogenpalast in Venedig, die Akropolis in Athen, das Kolosseum in Rom, die Tower Bridge in London, die Pyramiden von Gizeh, der Palast von Versailles, Sonehenge oder Machu Picchu in Peru erkunden. Ohne zuvor Eintritt zu zahlen oder in der Schlange zu stehen.

Der Dogenpalast in Venedig

Zudem sind Kulturinsitutionen wie die Oper in Sydney oder das russische Bolshoi-Ballett ebenso nur einen Mouseklick entfernt wie Naturjuwele und Gedenkstätten. Wir waren heute zum Beispiel schon im Yellowstone Nationalpark, bevor wir uns die Wohnung angesehen haben, in der sich Anne Frank und ihre Familie in Amsterdam vor den Nazi versteckten.

Google ermöglicht aber auch Blicke hinter außergewöhnliche Kulissen. Unter anderem in den unterirdischen Räumlichkeiten des CERN, auf der internationalen Raumstation oder im (nachgebauten) Passagierbereich der Hindenburg. Letzterer ist normalerweise nur im Zeppelinmuseum Friedrichshafen zu bewundern.

# Österreich optisch und akustisch genießen

Wer lieber im Inland verreist, dürfte auf www.austria.info fündig werden. Auch hier stehen zahlreiche virtuelle Erlebnisse zur Auswahl. Wie zum Beispiel ein Webcam-Flug über die Großglockner Hochalpenstraße. Andere Natur bzw. Kulturdenkmäler, die sich im 360-Grad-Modus „erleben“ lassen, sind etwa der Nationalpark Hohe Tauern, die Eisriesenwelt in Werfen oder Schloss Hof im Weinviertel (Vogelgezwitscher inklusive).

Für kulturinteressierte Wien-Besucher haben zahlreiche Museen und Institutionen ihre Pforten virtuell geöffnet: Die Albertina und das Belvedere, der Donauturm oder das Haus des Meeres. Das Jüdische Museum und das Leopold-Museum. Das Kunst- sowie das Naturhistorische Museum. Die Nationalbibliothek, Schloss Schönbrunn und das Technische Museum ebenso wie das Wien-Museum oder die Staatsoper. Um nur einige Beispiele zu nennen.

Schloss Schönbrunn

Und wer lieber die Augen schließt und die Fantasie beflügeln lässt, hat dazu ebenfalls auf austria.info Gelegenheit. Via soundcloud wird Reisen in Hörbildern angeboten. So tuckert der Zuhörer etwa mit der MS Salzkammergut an einem warmen Sommertag über den türkisblauen Wolfgangsee oder genießt das Klirren der Weingläser im rustikalen südoststeirischen Buschenschank.

In diesem Sinne: Gute Reise!

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